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  • Sebastian Necker

Lebensaufgabe: Zufriedenheit

Aktualisiert: 30. Apr 2020


Zufriedenheit ist aus meiner Sicht das Größte, was man im Leben erreichen kann und auch aufrechterhalten sollte, wenn man sie erreicht hat. Kaufen, kann man sie zum Glück nicht, aber kostenlos ist sie auch nicht. Nein, sie ist ständig zu erarbeiten, mit harter Arbeit an einem selbst. Und es gibt einen großen Konkurrenten: die Unzufriedenheit. Daher ist es empfehlenswert seine Erfahrungen zu steuern, negative Erlebnisse ins Positive zu wandeln und eine immer stärker wachsende mentale Stärke für die Zufriedenheit zu nutzen.



Klarheit – Einbildung oder Realität


Unser Denken basiert auf Einbildungen. Nicht allzu selten verwechselt unser Gehirn Fantasie und Wirklichkeit. Häufig verwechseln wir Ansichten mit Tatsachen, Fantasien mit Prognosen und Ängste mit realen Bedrohungen. Wir sind Profis im Überhören von Alarmsignalen, die uns unser Gehirn sendet. Unsere Täuschungsmanöver sind geradezu perfekt, indem wir uns glauben machen, es geschieht das, was wir uns wünschen, was wir möchten, was wir uns vorstellen oder befürchten – egal ob es der Realität entspricht oder nicht. Wir brauchen unserem Gehirn nur einen Bezugsrahmen aus Überzeugungen, Vorstellungen oder Prioritäten zu liefern und es fängt an, entsprechend zu denken. Wir denken und handeln auf Basis unserer Überzeugungen. Bei dem Glauben an Leid, leiden wir. Bei dem Glauben wir können im Leben nichts ändern, werden wir auch nicht vorankommen. Die Überzeugungen stecken die Grenzen ab. Doch die Ironie dabei ist, dass die Überzeugungen alles andere als fundiert sind. Im Leben nehmen wir Urteile, Realitätsausschnitte und Überzeugungen anderer Menschen auf, aus denen sich nach einiger Zeit ein eigener Kosmos bildet – die eigene Realität. Quellen der Überzeugungen sind vielseitig: von unseren Eltern, aus Gesprächen mit Freunden bei einem Glas Wein, aus der Werbung oder der fiktiven Welt aus Filmen und Büchern. Das bedeutet, sie sind nicht fundamental, verlässlich und stringent. Wir sind, was wir denken, deshalb müssen wir, wenn wir unserem Leben eine Wende zur Zufriedenheit geben wollen, unsere Überzeugungen und Standpunkte überprüfen. Die Gedanken bestimmen die Wahrnehmungen, die Entscheidungen, die Prioritäten, das Handeln und letztlich das eigene Leben.



Analyse der Realität und Erwartungen

Zufriedenheit = Realität minus Erwartungen. Denn Zufriedenheit steigt in dem Maße, in dem die Erwartungen erfüllt werden. Eine einfache Rechnung, wenn da nicht die Analysen der Realität und Erwartungen wäre. Einen selber zu analysieren bereitet uns Angst, fällt uns schwer und häufig machen wir es nicht richtig. Eine Analyse ist eine eingehende Untersuchung einer Sache. Dabei gilt es jedes Detail einzeln zu betrachten, um seine Eigenschaften, Vorzüge, Besonderheiten oder Zusammensetzung kennenzulernen. Aus der detaillierten Untersuchung können wir Schlüsse ziehen, die uns ein verlässliches und stichhaltiges Wissen verschaffen. Eine detaillierte Analyse ist die einzige Strategie, die uns helfen kann, subjektive Vorstellungen zu objektivieren. Sie führt zu unserem eigenen Bild der Realität und Erwartungen und bildet die Basis für die Handlungen zur Zufriedenheit.



Handlungen zur Zufriedenheit

Man braucht nicht alles mit einem „Big Bang“ zu verändern. Die große Zufriedenheit mag die kleinen Dinge! Das heißt, dass mit ganz kleinen und bewussten Änderungen sehr viel bewirkt werden kann.


Tipps für Handlungen zur Zufriedenheit


Eigene Verbundenheit

Unser eigener Körper ist das Verbundenste, was wir haben! Nichts und niemand steht uns näher. Daher macht es Sinn, dass wir auf unseren Körper hören und ihn hegen und pflegen. Ob Bewegung, Hygiene oder einfach nur die Wahrnehmung – der Einklang von Körper und Geist ist Grundvoraussetzung für echte Zufriedenheit.


Genügsamkeit

Wir haben in der Regel schon alles was wir brauchen. Wenn wir uns wirklich bei allen Konsumgütern fragen, braucht es das wirklich, können wir oft mit nein antworten. Ein gesundes Maß an Bewusstsein für unseren Wohlstand und Dankbarkeit reichen oft schon aus. Fragen die hier helfen: Was gibt es Gutes und Schönes in meinem Leben? Und die Entdeckung des eigenen Anteiles daran.


Konzentration auf die Stärken

Eigene Schwächen zu verändern läuft oftmals in ein Verbiegen der eigenen Person. „Stärken stärken“ ist viel effektiver. Wir alle kennen mindestens eine Stärke, eine Charakterstärke in uns. Diese auf andere Art und Weise positiv einzusetzen führt schnell zu Erfolgserlebnissen. Die Schwächen spielen keine Rolle und eine damit verbundene Scham führt nur zur Unzufriedenheit. Selbstannahme ist geboten, ohne eigene Verurteilung, sondern Akzeptanz aller Stärken und Schwächen.


Veränderung darf sein

Eine Veränderung, an einem selbst gelingt nur, wenn wir selbst wirklich motiviert sind. Impulse von außen oder das aufoktroyieren von Veränderungen sind zum Scheitern verurteilt. Wichtig ist in ganz kleinen Schritten zu verändern und nicht ungeduldig werden. Lieber die kleinen Erfolge genießen und den großen Erfolg richtig feiern.


Kein Vergleich

Das Schöne an uns allen ist, dass jeder einzigartig ist! Daher ist in der Betrachtung der Zufriedenheit ein gesunder Egoismus gefragt – besser gesagt, die anderen sind erst mal egal. Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit, wie Søren Aabye Kierkegaard sagte. Die Wahrnehmung, wenn man startet zu vergleichen und die Veränderung hin zu sich selbst ist hierbei die Hauptaufgabe.


Gute Beziehungen

Gute und tragfähige Beziehungen fördern die Zufriedenheit im gemeinsamen Sinne. Natürlich sind Beziehungen in verschiedensten Formen möglich: Partnerschaft, Freundschaft, etc. Doch ein Phänomen ist bei allen gleich. Die Differenzierung einer guten und nicht guten Beziehung – für gute haben wir Zeit und pflegen sie, belastende meiden wir und sie geraten in Vergessenheit. Die Selektion der Beziehungen können wir auf dieser Basis zufriedenstellend steuern.


Kostbare Zeit

Unser wertvollstes Gut ist Zeit – dieses gilt es zu schützen. Die Investition unserer Zeit sollte in das fließen, was uns am Wichtigsten ist. Daher ist es gut sich Zeit zu nehmen, um zu wissen, was ist wirklich wichtig.


Leidenschaft

Jeder Mensch hat etwas, was ihn wahrlich zum Brennen bringt. Ob Hobby, Berufung oder Ehrenamt. Es zu suchen ist empfehlenswert, es zu haben ist sensationell.


Selbstwirksamkeit

Tagtäglich sind wir am Erledigen von vielen Aufgaben. Eine absolute Bremse für die Zufriedenheit ist eine Überschätzung auf der täglichen „To-Do-Liste“. Hier geht es nicht um Perfektionismus an 365 Tagen im Jahr. Aber eine Gewichtung im Erreichen des Vorgenommenen steigert die Selbstwirksamkeit, das Selbstvertrauen und damit die Zufriedenheit immens. Daher auch hier die Empfehlung der kleinen Schritte und dem Training zur großen Zufriedenheit.


Fazit:

Jeder ist für seine eigene Zufriedenheit verantwortlich. Es ist Arbeit, aber diese zahlt sich wirklich aus. Und wann ist der beste Moment zu starten? Jetzt und jeden Tag!


Die große Zufriedenheit mag die kleinen Dinge.

Sie wollen sich austauschen?

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Telefon: +49 8152 9987314

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